AKTUELLES – Einschränkungen beim Fichten-Frischholzeinschlag

Seit dem 23. April dürfen Waldbesitzer deutschlandweit nur noch 85 Prozent des regulären Fichten-Frischholzmenge ernten. Das regelt eine neue Verordnung des Bundes (https://www.gesetze-im-internet.de/holzeinschlbeschrv2021/index.html). Ziel ist es, weitere erhebliche Störungen des Rohholzmarktes abzuwenden. Die Regelung ist kein kompletter Einschlagstopp, sondern eine zeitlich bis zum 01.10.2021 befristete Einschränkung um 15 Prozent. Von der Verordnung ausgenommen ist die Aufarbeitung von Schadhölzern durch Borkenkäfer oder Windwürfe. Solche außerplanmäßigen Nutzungen bleiben weiterhin erlaubt und sind auch zwingend notwendig. Zudem sind auf Grund der Verordnung Steuererleichterungen für private Waldbesitzer möglich.

Als Berechnungsgrundlage für die Verordnung dient der Durchschnittshiebsatz der Jahre 2013 bis 2017. Der Betrachtungszeitraum gilt rückwirkend für das Forstwirtschaftsjahr 2021 ab dem 01. Oktober 2020. Dabei ist die im Herbst und Winter bereits geerntete Holzmenge anzurechnen. Dank der Initiative Bayerns endet die Regelung bereits zum 30. September 2021 und damit ein Jahr früher als von anderen Bundesländern ursprünglich gefordert. Ebenso konnte Bayern erreichen, dass die Beschränkung von ursprünglich geplanter 70 % auf 85 % verringert wurde. So kann im Falle einer regionalen Markterholung, wie aktuell in Bayern spürbar, eine Versorgung mit Frischholz sichergestellt werden.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten berät Sie gern in den Fragen der Einschlagsbeschränkung. Für Informationen zu steuerrechtlichen Angelegenheiten wenden Sie sich bitte an Ihre Steuerberatung.

Hilfe für Kleinwaldbesitzer: Kaniber erwirkt Ausnahmeregelung bei Einschlagsbeschränkungen (Pressemitteilung des StMELF vom 19.05.2021)

Kleinwaldbesitzer werden künftig über eine Bagatellgrenze von den Beschränkungen des Forstschäden-Ausgleichsgesetzes entlastet. Das hat Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erreicht. „Ich freue mich sehr, dass wir damit die Situation für unsere kleinen privaten Waldbesitzer rasch und unbürokratisch entschärfen können. Denn sie wären durch die neuen Bundesregelungen besonders betroffen gewesen“, so die Ministerin. Damit wird auch die regionale Versorgung kleiner Säger und Holz-Verarbeiter mit Frischholz gestärkt.

Für kleine Waldbesitzer ohne Buchführungspflicht, die meist nicht jedes Jahr die gleiche Menge einschlagen, gab es mit den bisher bestehenden Regelungen einige Unklarheiten. Jetzt steht fest: Insgesamt 75 Festmeter frisches Fichtenholz, das sind zwei bis drei LKW-Fuhren, dürfen unabhängig von den Einschlagsbeschränkungen in jedem einzelnen Betrieb eingeschlagen und verkauft werden. Alternativ dazu besteht die Regelung unverändert fort, dass 4,25 Festmeter je Hektar Betriebsfläche geschlagen und vermarktet werden können. Für einen 20 Hektar großen Betrieb wäre so beispielsweise eine Einschlagsmenge von 85 Festmeter zulässig.

Sollte unabhängig davon ein Waldbesitzer durch die Einschlagsbeschränkung von einer wirtschaftlich unbilligen Härte getroffen werden, die zum Beispiel zu einer Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz eines Forstbetriebs führen kann, besteht die Möglichkeit bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ausnahmeregelungen zu beantragen. Weitere Informationen finden sich unter www.forst.bayern.de/forstschaeden-ausgleichsgesetz.

Praktische Steuertipps

Im Wochenblatt finden Sie einige praktische Steuertipps, die im Zusammenhang mit den Einschlagsbeschränkungen durch das Forstschädenausgleichsgesetz stehen. https://www.wochenblatt-dlv.de/feld-stall/betriebsfuehrung/steuerhilfen-fuer-waldbauern-565383?utm_campaign=blw-mo-fr-nl&utm_source=blw-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2021-05-21.

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AKTUELLES zur Bundeswaldprämie

Rund ein Drittel unserer Mitglieder hat bereits die Bundeswaldprämie beantragt!  Da der Fördertopf noch nicht ausgeschöpft ist, können Sie uns gerne noch das komplett ausgefüllt und unterschriebene Formblatt, welches wir Ihnen im November 2020 zukommen haben lassen, zurückschicken. Falls Sie dieses Formblatt nicht mehr vorliegen haben, können Sie es telefonisch unter 09151/822350 oder per E-mail: info@fbg-nuernbergerland.de anfordern.

NEU: Wer die Online-Beantragung nicht selbst vornehmen kann, den bieten wir ab sofort an, die Beantragung gegen ein weiteres Entgeld zu übernehmen. Möchten Sie, dass wir das für Sie tun, bitte in der Geschäftsstelle Bescheid geben, dann senden wir Ihnen die dafür notwendigen Unterlagen zu. Wenn wir diese von Ihnen zurückerhalten haben, kümmern wir uns um die Antragsstellung.

Außerdem hätten wir noch die Bitte, wer die Möglichkeit hat, uns den Antrag per Mail zukommen zu lassen, der sollte dies bitte tun. Wir haben in den letzten Wochen die Erfahrung gemacht, dass gerade Faxe oftmals unvollständig bei uns ankommen. Vielen Dank.

Hier finden Sie Informationen zur Bundeswaldprämie: https://www.bundeswaldpraemie.de/hintergrund  und hier kommen Sie zu dem Online-Antrag: https://www.bundeswaldpraemie.de/online-antrag

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WICHTIGE INFORMATIONEN für unsere Mitglieder und Besucher:

Aufgrund der aktuellen Lage – zu Ihrem und zum Schutz unserer Mitarbeiter – ist das Grüne Zentrum bis auf weiteres für den Parteiverkehr geschlossen! Sie können uns jederzeit per Mail (info@fbg-nuernbergerland.de) oder telefonisch zu unseren gewohnten Sprechzeiten (montags, mittwochs und freitags von 8 – 12 Uhr) erreichen. Wir bitten um Ihr Verständnis.



Herzlich Willkommen bei der FBG Nürnberger Land w.V.

Mit unseren umfassenden Angeboten möchten wir alle Waldbesitzer in unserem Landkreis ansprechen. Unser Fokus liegt in der fachlichen und praktischen Unterstützung bei der Waldbewirtschaftung, der Holzvermarktung und der Energiegewinnung aus Holz.